Das Tabakskollegium Berlin

Prof. Dr. Harald Lesch - Pfeifenraucher des Jahres 2009

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Tabakforum am 27.10.2009 in Berlin

"Pfeifenraucher des Jahres 2009" ist Herr Prof. Dr. Harald Lesch

Liebe Tabak- und Pfeifenfreunde,

gerade kehre ich mit RATPIPE-Macherin Rike von der Festveranstaltung zurück, gute Reden gehört, nette Bildchen geschossen, Buffett für gut und sättigend befunden und, last not least, den wahrhaftig herzlich netten Herrn Professor Dr. Harald Lesch kennengelernt. Ich hatte schon lange vor, mit ihm in Kontakt zu treten, denn in den fundierten und humorvollen Sendungen des BR und ZDF zum Thema Astronomie , Philosophie und darüber hinaus findet sich ein Pfeifenfreund allenthalben, der sein Pfeifchen auch auf der Mattscheibe nicht missen möchte. Anlass genug für Herrn Patrick Engels als Vorsitzenden und Herrn Manderfeld als Geschäftsführer des Tabakforums, ihn als ersten Naturwissenschaftler mit dem Titel "Pfeifenraucher des Jahres" zu ehern. Immerhin gibt es in der Tradition der Astronomen und Naturforscher eine lange Reihe von Pfeifenrauchern, das kann einfach kein Zufall sein... Immerhin konnte Dr. Lesch über bereits praktisch nachgewiesene Theorien der "Verlangsamung von Zeit in der Zeitblase" berichten, die sich während des Rauchens um die Pfeife herum ausbildet, eingesogen und wieder ausgestossen wird und somit trefflich Einsteins Theorien nicht nur bestätigt, sondern weit darüber hinausgeht... Immerhin ist hier nun für jeden Erdling möglich, nicht nur mittels hoher Relativgeschwindigkeit langsamer zu altern und somit länger jung zu bleiben, sondern ganz einfach durch das Leben in Zeitblasen, kein Wunder, dass die Schönheitsindustrie Gift und Galle spritzt...

Kommen wir nun jedoch zu ein paar Bildern:

Vor der Show: Band beim Warm-Up ....

..... Barmädchen ebenso

Ausrichter: Tabakforum

Festsaal , fertig zur Auszeichnung

Herr Diez und Herr Manderfeld beim Vorrichten des Preistisches

Diese wirklich hübsche facettierte Pfeife war der Preis für Herrn Dottore

...was er aber noch nicht weiss ....

... dafür aber schon seine selbst ausgesuchte NTP kurz vorab-checken konnte

Grosszügigerweise hatte er uns für die Zandertafel zwei Original-Lesch-Gebrauchtpfeifen mitgebracht , perfekt geeignet zur Herstellung von "Zeitblasen", die unsere Kurzlebigkeit auf immer in die Vergangenheit verbannt..... Dankeschön !

hier die Filter-Jirsa, top-eingeraucht, mit "Dr. Lesch 2009"-Gravur (min. 100 EUR) , die Pfeife wurde wegen ihrer Kompaktheit zur Prüfung der Zeitblasentheorie während des Wanderns verwendet. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass bei langsamem Gehen als auch bei Windstille der Effekt im Freien gut nachweisbar ist, Kapitäne von Segelbooten und Cabrio-Fahrer gefährden hingegen die eigene Langlebigkeit als auch diejenige ihrere Pfeifen, aber das wussten wir ja längst :-)

hier die Filter-Peterson mit Silberring und -einlage, wurde beim Entdecken der "Zeitblase" verwendet, (min. 120 EUR)

Kurt mit Rike, unabhängig voneinander :-)

Jazz in der Kalkscheune

Vor der Auszeichnung

Eröffnung durch Patrick Engels

Laudatio durch Stefan Suhlke

Übergabe der Ehrenurkunde....

... der Karikatur....

.... und der Pfeife des Tabakforums

Die Dankesrede vom Geehrten war humorvoll und verständlich trotz des wissenschaftlichen Gehalts in Bezug auf die Zeitblase ( für mich war es schwierig, denn ich sass in meiner Zeitblase und war stark verlangsamt, so dass die Rede für mich wie Vogelgezwitscher klang, ein nunmehr bekannter Effekt... Liebe pfeiferauchende Ehemänner, die Frauen sind DOCH NICHT SCHULD wider Erwarten.. Sie reden eben dauernd in Normalgeschwindigkeit, indem wir Pfeifenraucher, um uns jung zu halten, in unseren Zeitblasen schweissüberströmt ackern.....

Post-Dinner-Impressionen...

Hier noch einmal Dr. Lesch bei der Erklärung der Enstehung und Wirkungsweise der "Zeitblase"

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Sehr geehrte Einladende des Tabakforums,

wir bedanken uns herzlich für die Möglichkeit unserer Teilnahme und sind des Lobes voll.

Lieber Herr Professor Dr. Lesch,

Ihre in der Laudatio betonte Bodenständigkeit scheint der Realität zu entsprechen. Es war uns sehr angenehm, Sie kennenzulernen zu dürfen. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Spende zur "Obdachlosentafel von Frank Zander 2009"

(Bild-Quelle Myrta Köhler)

Rike und Nils Thomsen

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Artikel aus smokersnews

Das Universum in der Pfeife / Physiker und Astronom Prof. Dr. Harald Lesch ist Pfeifenraucher des Jahres 2009
Laudatio hielt Stephan Sulke / Offizielle Preis-Verleihung erflogte durch den neuen Vorsitzenden des Tabak Forums, Patrick Engels
P. Engels und Prof. Dr. LeschDa ist das Universum – unendlich und unergründlich in seiner Komplexität... Und dann ist da die Pfeife, gefüllt mit ein paar Krümeln Tabak – unendlich simpel... Was verbindet diese beiden Phänomene? Als Prof. Dr. Harald Lesch könnte man sagen: das erste wirft Fragen auf, das zweite beantwortet sie. Aber die Teilnehmer der gestrigen Veranstaltung in der Kalkscheune Berlin würden vielleicht sagen: die Antwort ist Prof. Lesch höchstpersönlich...

(mk) Am 27. Oktober wurde der deutsche Physiker, Astronom, und Naturphilosoph Prof. Dr. Harald Lesch zum Pfeifenraucher des Jahres 2009 gekürt. Die Laudatio hielt Komponist, Sänger und Musiker Stephan Sulke, die offizielle Verleihung der Urkunde erfolgte durch den neuen Vorsitzenden des Tabak Forums, Patrick Engels. In seiner Ansprache betonte Engels, dass der Preisträger die positiven Eigenschaften der Pfeifenraucher vorbildlich repräsentiere: dazu gehören Eigenständigkeit im Denken und Handeln ebenso wie „eine besondere Gelassenheit“ und Genussbewusstsein.

Mit dem Titel „Raucher des Jahres“ werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausgezeichnet, die sich offen zu ihrer Leidenschaft bekennen. Vor genau vierzig Jahren wurde der Titel durch das Tabak Forum zum ersten Mal verliehen – an Herbert Wehner. Weitere prominente Preisträger sind Vicco von Bülow alias Loriot (1970), Helmut Kohl (1975), Thomas Gottschalk (1985), oder Günter Grass (2000). Prof. Dr. Lesch ist nun der 35. Preisträger – doch der erste aus dem Bereich der Naturwissenschaften. In seiner Dankesrede verlieh er seinem Erstaunen darüber Ausdruck: immerhin hatten alle ‚Big Shots’ der Forschung ihre Pfeife – Hubble qualmte sogar am Teleskop.

Auch Prof. Lesch raucht an seinem Arbeitsplatz: in seinem Münchner Büro. Seit 1995 lehrt er als Professor für theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik der Ludwig-Maximilians-Universität. Zudem unterrichtet er Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München. Schwerpunkte seiner Forschung sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. Prof. Lesch schafft, was nur wenigen Wissenschaftlern mit einem solchen Spezialgebiet gelingt: komplexe Sachverhalte auch für Laien verständlich aufzubereiten. Seit 1998 tut er das erfolgreich auch in verschiedenen Fernsehsendungen, darunter alpha-Centauri, Lesch & Co., oder Alpha bis Omega. 2008 übernahm Prof. Lesch von Joachim Bublath die beliebte ZDF-Sendung Abenteuer Forschung. Für seine Fernsehauftritte und Publikationen wurde er mit dem Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft geehrt. Weitere Auszeichnungen waren unter anderem die Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, sowie der Deutsche IQ-Preis.

... Und nun auch noch Pfeifenraucher des Jahres! Neben der Urkunde und – natürlich – einer Pfeife erhielt Harald Lesch eine Karikatur des Künstlers Burkhard Mohr. Aus gegebenem Anlass sind darauf Milchstraße und schwarze Löcher neben dem Empfänger zu erkennen – sowie dessen legendärer Ausspruch: „Ob ich Atheist bin, weiß nur Gott allein.“ Mit dem Pfeiferauchen begann Harald Lesch 1979 – ausgerechnet in dem Jahr, in welchem der von ihm hochverehrte Golo Mann zum Pfeifenraucher des Jahres gekürt wurde. Seither begleitet die Pfeife seine Denkprozesse – auch im Büro. Wie sollte der Professor wohl sonst über die Entstehung leichter Elemente im frühen Universum sinnieren? „Die Pfeife gehört dazu – ich kann mich nicht erinnern, dass sie bei der Entwicklung irgendeiner meiner Ideen oder Theorien gefehlt hätte.“ Bis heute gilt für Harald Lesch sein persönlicher Leitsatz: „Ein Pfeiflein Knaster ist mein Trost.“ Unsere Zeit ist von einer ungeheuren Kompression geprägt: Terminkalender und Multitasking bestimmen unser Leben. Dem kann man sich, so Lesch in seiner Rede, ganz einfach entziehen: steckt man sich eine Pfeife an, entsteht um den Raucher herum eine Zeitblase, in der die üblichen Naturgesetze keine Geltung haben.

Noch ein anderes Gesetz war gestern Abend in der Kalkscheune außer Kraft gesetzt: anlässlich des Festaktes durfte in allen Räumen gequalmt werden...

Anmerkung: Das Tabak Forum ist die Interessengemeinschaft der am deutschen Markt für Pfeifen, Tabak, und deren Accessoires tätigen Hersteller und Importeure.

 

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© Frank Nicolai 2003